Der Schweizer Erweiterungsbeitrag in der Umsetzungsphase: Wie davon profitieren

Jahresbericht 2008 zum Schweizer Erweiterungsbeitrag: Die Vorbereitungsphase ist abgeschlossen; Projekte von insgesamt 135,5 Mio. CHF wurden vorläufig genehmigt; Dienstleistungs- und Lieferungsaufträge folgen nächstes Jahr.

Im Rahmen des Erweiterungsbeitrages hat das Wirtschaftssektretariat SECO 2008 die Finanzierung von Projekten in der Höhe von 135,5 Millionen provisorisch oder definitiv abgesegnet. Der im Juni veröffentlichte Jahresbericht zeigt, dass der Schweizerische Erweiterungsbeitrag von der Vorbereitungs- in die operationelle Umsetzungsphase getreten ist.

 

Bei den ersten Projekten handelte es sich in erster Linie um den Aufbau von Fonds und um technische Unterstützung des Erweiterungsbeitrages. Die ersten Bewilligungen folgen einer grundlegenden Vorbereitungsphase.

 

Im vergangenen Jahr wurde in jedem Land eine nationale Koordinationseinheit (NCU) eingesetzt, die für die Koordination des Erweiterungsbeitrages im Partnerland zuständig ist. Dazu haben die vier Schweizer Büros in Prag, Budapest, Warschau und Riga ihre Tätigkeit aufgenommen.

 

In derselben Zeit haben die Partnerländer eine Reihe von Verordnungen, Gesetzen und Anleitungen zur Umsetzung des Erweiterungsbeitrages erlassen. Ein Monitoring-Komitee wurde eingesetzt, um die Grundlagen für ein umfassendes Controllingsystem zu schaffen.

 

Wie Schweizer Unternehmen vom Erweiterungsbeitrag profitieren

Schweizer Unternehmen haben die Möglichkeit, an den öffentlichen Ausschreibungen der Lieferungs- und Dienstleistungsaufträge zur Umsetzung bewilligter Projekte teilzunehmen. Die ersten davon stehen nächstes Jahr in Aussicht. Die kommerzielle Beteiligung an Projekten ist einer der Wege, vom Erweiterungsbeitrag zu profitieren. Der Erweiterungsbeitrag erhöht den Goodwill gegenüber Schweizer Firmen bei EU-weiten Ausschreibungen. (Siehe Interview mit Dr. Hugo Bruggmann)

 

Hinzu kommt, dass die mittel- und osteuropäischen Märkte für die Schweizer Exportindustrie zunehmend interessant werden. Der Erweiterungsbeitrag fördert den Aufbau dieser Wachstumsmärkte. Die damit verbundenen Kontrollen, Evaluationen und Buchprüfungen tragen zur Transparenz und somit zur Attraktivität dieser Märkte für Schweizer Unternehmen bei.