Rückblick Vorabendevent: Beschaffung in Mittel- und Osteuropa

Aus unserer Kooperation mit procure.ch und einigen gut besuchten Ländersprechtagen im 2012 entstand die Idee, die Basis-Informationen, verbunden mit Erfahrungsberichten, einem grösseren Kreis zugänglich zu machen. So luden procure.ch und SwissCEE am 12. Juni 2013 zu diesem Vorabendevent ein. Die knapp vierzig Teilnehmenden erfuhren so einiges, wie sich eine Internationalisierung erfolgreich meistern lässt.

Roger J. M. Hutter, SwissCEE, informierte zu Beginn über die Stärken und Schwächen der verschiedenen Länder in Mittel- und Osteuropa. Er zeigte am Beispiel von Tschechien und Rumänien die Situation der Personalkosten und wies auf mögliche Stolpersteine hin, die es zu vermeiden gilt. Von SwissCEE betreute Projekte aus der Praxis verdeutlichen, dass ein strategischer Entscheid, die Beschaffung zu verlagern wesentlich zur Konkurrenzfähigkeit beitragen kann. In allen Ländern von Mittel- und Osteuropa findet man Partner, die korrekt, pünktlich und genau wie die Schweizer sind, mit denen man für beide Seiten gewinnbringend zusammen arbeiten kann. Bei der Suche nach geeigneten Partnern ist es empfehlenswert professionelle Dienste in Anspruch zu nehmen und sich zu bemühen, die Kultur des Ziellandes zu entdecken.


Der Werksleiter der PLASTON Gruppe, Roberto Cullero, berichtete über die Erfahrungen der Firmengründung in CZ-Sluknov welche in die frühen Neunziger zurückgeht. Er wies neben zahlreichen Vorteilen auch auf Nachteile hin wie die strengeren Umweltauflagen oder höheren Stromkosten als in der Schweiz. Für den Standort Tschechien sprechen gut ausgebildete und verfügbare Mitarbeiter mit Arbeitskosten von EUR 10.00/Stunde im Vergleich zur Schweiz mit Arbeitskosten von über EUR 40.00/Stunde.

 

Marco Thurnheer erläuterte zum Abschluss wie sich maxmechanik innert zwei Jahren zum integralen Lieferantenpartner für die Schweizer Kunden entwickelte. Die Wettbewerbsfähigkeit sichert man sich durch nachhaltig hohe Qualität. So gehört maxmechanik zu einem der ersten Zulieferanten für Präzisionsteile und Baugruppen der Tschechischen Republik mit einem zertifizierten integrierten Qualitätsmanagementsystem. Interkulturelle Unterschiede seien vor allem bei der älteren Belegschaft spürbar, aber auch bei jüngeren Mitarbeitenden brauche es viel Motivation um die Eigeninitiative zu fördern. Die Herausforderung sieht maxmechanik in der Rekrutierung und Ausbildung von Fachpersonal um das starke Wachstum weiterhin sicherstellen zu können. Mit Marco Thurnheer ist permanent ein Schweizer vor Ort welcher die «Swissness» vorlebt und garantiert.
 
 

procure.ch-Vorabendevent, picture 2.gif

procure.ch-Vorabendevent, picture 1.gif

procure.ch-Vorabendevent, picture 3.gif



Referenten:

maxnew.jpg

plastongroup_logo.jpg